Neuer Weblog eines erleuchteten CTU-Agenten, der sich aus der bisherigen Blogosphäre distanziert
27 Okt
Gerade entdeckte ich eine Anzeige auf einen besseren Mediaplayer und ich war erstaunt und entsetzt, als ich den VLC media player angeboten bekam
Ich mein das Programm ist super, ich nutze den VLC media player schon seit längerem, aber auf einmal bietet ihn jemand kostenpflichtig an – wie geht denn das?
Ich bin auf die Seite openDownload.de gelangt und dort findet sich ein Anmelde-Formular, zu dem es heißt:
Bitte füllen Sie alle Formularfelder vollständig aus.
Nach der Anmeldung steht Ihnen VLC media player 0.8.6i als Download zur Verfügung.
Es kommt zwar immer mal vor, dass man sich bei seriösen Anbietern registrieren muss, bevor man etwas herunterläd, aber diese Aussage macht schon misstrauisch, neben dem Formular findet sich dann:
Durch Drücken des Buttons “Anmelden” entstehen Ihnen Kosten von 96 Euro inkl. Mehrwertsteuer pro Jahr (12 Monate zu je 8 Euro). Vertragslaufzeit 2 Jahre.
Das ist doch der Hammer! Der VLC media player ist OpenSource, der ist kostenlos und noch dazu frei, aber das meiner Meinung nach dreisteste kommt ja noch:

Geht das? Ist das nach deutschem Recht erlaubt? Kann man den Widerruf schon direkt im Voraus ausklammern? Das glaube ich kaum…
Mein persönlicher und in diesem Fall auch qualifizierter Rat lautet wie in jeder Fernseh-Dokumentation:
Auf keinen Fall das Angebot wahrnehmen! Die Programme gibt es durch die Reihe durch kostenlos im Internet (den VLC media player hier kostenlos auf der Homepage) bei den Herstellern. Falls man sich doch angemeldet hat, auf keinen Fall bezahlen! Den Vertrag widerrufen, Verbraucherschutzzentrale einschalten und bei Abschluss von Minderjährigen darauf berufen, dass die Eltern dem Vertrag nicht zugestimmt haben.
Außerdem braucht man keine Angst vor Mahnungen zu haben, man widerspricht ihnen und sollte sich im Klaren sein, dass ein Unternehmen mit diesen dubiosen Machenschaften sich nicht vor ein Gericht traut, da es dann sehr wohl den Kürzeren zieht!
15 Responses for "Abzocke über kostenlose Software"
Finde ich ne Sauerei.
Ich habe mich da eben mal bisschen schlau gemacht und bin mal auf die Suche gegangen. Die meisten angebotenen Programme sind Freeware.
Die Seite würde ich irgendwie melden oder so.
Ich meine es liegt sicherlich in der Absicht der Entwickler das deren Programme die eig. Freeware sind teuer “verkauft werden”.
Wozu zahlt man da die 92€ ?
Für einen schnellen Download oder für einen schönen Installer ?
Einen bodenlose Frechheit ist das !
Ja eben, deswegen sag ich das ja, das sind alles Programme und du bezahlst vielleicht auch garnicht für den Download sondern für eine Mitgliedschaft, das ist der Gag
Ich hoffe die Autoren bzw. Hersteller machen da mal Dampf, das können diese nämlich unterbunden wissen wollen
Eben, Frechheit und schade, dass auf sowas immernoch Leute reinfallen, deswegen auch mein Hinweis
unglaublich was sich diese Abzocker alles erlauben. Sie stehlen ja indirekt die Arbeit von Dritten und verkaufen sie für überteuerte Preise weiter, ist das überhaupt legal? Open Source weiter zu verkaufen?
Eben, aber es ist legal, du darfst OpenSource auch verkaufen, das ist ja die Freiheit, aber darum gehts ja nur zweitrangig, denn richtig fies sind ja diese “Mitgliedsverträge”, die es bei “Frei”-SMS auch gibt
Das is ja echt mal ne riesige Sauerei!! Noch dazu handelt es sich um eine veraltete Version des VLC, was ja das Schlimmste is.
Ne Spaß beiseite, echt ne Riesenabzocke. Wusst gar net, dass das legal ist…
Moment!
Ja gut, veraltet
Nee also prinzipiell ist das Anbieten legal, nur die Art, wie hier wieder dem Besucher ein Abo angedreht wird, dürfte illegal sein
Ich denke nicht, dass man das Widerrufsrecht eines Verbrauchers gerade bei einem Geschäft via Internet so einfach ausklammern kann. Selbst dann nicht, wenn man die Zustimmung des Anwenders sozusagen erzwingt. Diese Site ist in den letzten Wochen verstärkt wegen ihrer Geschäftspraktiken in die Schlagzeilen geraten.
Dieser Anbieter ist jedoch nicht die einzige Firma, die mit solchen Praktiken arbeitet. Wei Du aber richtig sagt, braucht man keine Angst vor Mahnungen zu haben. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass man auf Mahnungen nicht einmal zu reagieren braucht. Ich habe noch von keinem Gerichtsverfahren in einer solchen Sache gehört. Zumindest nicht von einem, dass der Anbieter angestrengt hat.
Ja so ist es doch auch mit 9live oder diesen Megadownloads von Adobe usw …., wer das wahrnimmt und auch noch darauf eingeht hat es ein wenig verdient …, einfach Mahnungen usw. mal lustig laufen lassen und nur im Zweifel auf einen Mahnbescheid reagieren, man will sich ja nichts pfänden lassen :=).
Gebe auch großteils Recht, doch pro forma muss man der Rechnung bzw. dann einem Mahnbescheid einmal widersprechen, sonst könnte das als Akzeptanz gelten
Widersprechen, dann ist die Sache juristisch wasserdicht und es passiert nichts
Und eben, das ist nicht legal das auszuklammern, gerade im Internet
Vll. von mir zu selbstverständlich formuliert, natürlich ist mit reagieren der Widerspruch gemeint. Ja gibt doch auch social networks die anfangs kostenfrei waren und dann per mail darauf hinwiesen das es nun so und so viel kostet. Das Problem ist nur das es Leute gibt die darauf reagieren
Social Networks? Mein Gott, da sehe ich auch nicht ein, weswegen ich bezahlen sollte, es gibt einige wirklich gute Communitys und gerade auch einige kostenlose, die für den Arsch sind, wieso soll ich dann für was dubioses auch noch Geld zahlen?
Ist schon schlimm geworden mit der Abzocke
hallo,
habe mich letztens auf der seite angemeldet ohne zu wissen,dass es mich was kostet,da die Programme ja auch sonst kostenfrei sind.Habe mich mit falschen Angaben angemeldet,sprich:Name falsch,Adresse falsch…nur die email Adresse habe ich richtig eingegeben und schon am nächsten Tag eine Rechnung in Höhe von 96 € erhalten,was ich bis zum 23.12.08 zahlen soll.Meine Frage ist:Soll ich dazu gar nicht reagieren??Und wenn ich wiedersprechen will,wie kann ich das machen.habe mit soetwas keinerlei Erfahrung.Freue mich über jede Antwort.
Eben, einmal hast du ein Widerrufsrecht, d.h. schicke an die Mailadresse, von der du die Rechnung erhalten hast einen Widerspruch, du hast keinen rechtsgültigen Vertrag abgeschlossen, du erkennst die Rechnung nicht an und wirst keine Zahlung leisten.
Dann ist die andere Partei dran, d.h. du brauchst auf Droh-Mails nicht zu reagieren. Aufheben würde ich sie im Falle eines Rechtsstreits (was aber noch nie vorgekommen ist), auch wenn sie dir was von Schufa und sonstwas einreden wollen, ist Käse, das kann ein “stinknormales” Unternehmen nicht!
Ja und solltest du dann wirklich mal einen Mahnbescheid (nicht: Mahnung) erhalten, dann musst du diesem auch “nur” widersprechen, dann muss der andere, also diese kriminelle Organisation, nachweisen, dass du einen Vertrag abgeschlossen hast.
Man kann leider keinen Widerrunf an die Mailadresse der Rechnung zurückschicken, weil das da alles automatisch läuft, und soll ein Formular mit seinen fragen ausfüllen und verschicken…
Sollte man das dann so widerrufen oder warten, bis was von “Anwalt” Olaf Tank kommt und bei ihm motzen?
Persönlich ifnde ich das mit dem Formular irgendwie blöde, wer weiß, ob die überhaupt auf das Ding reagieren und das nicht gleich aussortieren…
Wieso kann man das nicht? Richte ihn dahin und füll das Formular aus, dann hast du das widerrufen, wenn das “rein zufällig” nicht an kommt, dann ist das nicht dein Problem, du solltest dir also eine Fehlermeldung oder einen Zustellungsbericht aufheben!
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