Teddy-Affäre – wo das Mittelalter noch präsent ist

30. November 2007

Nachdem ich bereits von der Frau hörte, die bestraft wurde, weil sie über ihre Vergewaltigung berichtete, las ich heute morgen wieder was neues: |-|

Sie taufte im Sudan einen Teddy auf den Namen Mohammed und sitzt dafür in Haft: Jetzt bekommt die Grundschullehrerin Gillian Gibbons Hilfe von einem ihrer Schützlinge. Ein siebenjähriger Schüler namens Mohammed sagte, er habe sich gewünscht, dass der Teddy seinen Namen trägt.

(Teddy-Affäre im Sudan: Siebenjähriger nimmt Schuld auf sichSpiegel Online)

Nachdem ich mich über diese Meldungen gehörig wunderte und diese eigentlich “nur” bloggen wollte, fand ich direkt den Hammer:

Der Streit um einen Teddybären namens Mohammed im Sudan eskaliert. Ein Gericht hatte die britische Lehrerin, in deren Unterricht das Plüschtier getauft worden war, zu 15 Tagen Haft verurteilt. Tausende gingen nun gegen die Entscheidung auf die Straße. Ihre Forderung: Todesstrafe.

(Teddy-Affäre im Sudan: Tausende Demonstranten fordern Todesstrafe für britische LehrerinSpiegel Online)

Was kann man dazu sagen? Oder besser: Was darf man dazu sagen?

Ich finde solche Aktivitäten für westliche Verhältnisse ziemlich krank und schon fast lächerlich. Es gibt einige Fundamentalisten, die die Bibel fast als Tatsachenbericht sehen, aber die sind hier in der Minderheit – hingegen wird in diesen Ländern der Koran als Mittel aller Dinge angesehen – manches sogar ohne Festigung des Korans “in die Welt gesetzt” 88|

Schlimm und traurig, dass es selbst heutzutage noch primitive bzw. mittelalterliche Traditionen gibt, die man nicht aus der Welt schaffen kann – die Lehrerin wollte ja mit Sicherheit hetzen |-|

Außerdem halte ich mich auch mit weiteren Kommentaren zurück, die meine Meinung wiederspiegeln und probiere einfach, mit diesem weiteren Eintrag im großen Netz vielleicht irgendwie auch was gegen solche Art der “Gerechtigkeit” machen zu können, gegen Leute bzw. “Gläubige“, die eine Frau, die von 3 Männern vergewaltigt wurde, dafür noch auspeitschen lassen :no: